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Wissen, was ich leisten kann.

  • 2. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Heute möchte ich mit einem herzlichen „Es tut mir leid“ in den Newsletter starten. Vor meiner ersten Aussendung war mir nicht bewusst, wie gerne ihr diesen lesen würdet. Nun waren meine vergangenen Wochen aber so turbulent, dass ich euch den versprochenen monatlichen Rhythmus nicht einhalten konnte.



Das vergebe ich mir wohl am besten gleich mal selbst. Ein ebenso frecher, wie wunderbarer Satz. Ich möchte euch ans Herz legen, diesen zu fühlen. Grüße gehen an der Stelle an Karin Kuschik raus, die Autorin von "50 Sätze, die das Leben leichter machen" (unbezahlte Werbung).

 

Kommen wir zum heutigen Thema: Euer (Selbst-) Bewusstsein.

 

Ich habe mich im Oktober bewusst dazu entschieden, meinen Newsletter auszusetzen. Warum? Weil mir klar war, dass ich diesen nicht von Herzen schreiben können werde. Da das aber mein Anspruch ist, habe ich mich genau deshalb dagegen entschieden.


Teilzeit-Führung?


Wenn ihr schonmal mit mir trainiert habt, dann ist euch bestimmt schonmal der Satz „Man kann nicht teilzeit-führen“ in irgendeiner Form untergekommen. Damit meine ich niemals, dass ihr immer eure beste Version sein sollt und stets die perfekte Führung bieten müsst. Nein. Es geht um euer Bewusstsein. In rasanten Zeiten wie diesen vergessen wir oft, in uns zu gehen und hineinzufühlen.

Wie geht es mir gerade? Kann ich überhaupt leisten, was ich alles von mir und meinem Hund verlange? Oder ist vielleicht gerade ein Tag, an dem ich besser Geschirr und Flexi auspacke und weder von mir, noch von meinem Vierbeiner viel erwarte?


Es ist okay, wenn wir mal nicht können. Es ist okay zu sagen, dass man keine Lust hat. Das passiert! Was dazu aber essentiell wichtig ist:

Zu wissen, was dein Anspruch ist. Nur dann kannst du auch bewerten, ob du zur Umsetzung in der Lage bist.


Kenne deine Ziele und schärfe dein Bewusstsein.


Wir Menschen sind (leider) gedanklich am liebsten in der Zukunft oder Vergangenheit unterwegs. Wir zehren aus Erfahrung und wägen Wahrscheinlichkeiten und Folgen ab. Eine tolle Eigenschaft, wenn ihr einen neuen Job braucht oder in Aktien investieren möchtet. Wollt ihr euch mit euren hündischen Begleitern auseinandersetzen, kommt ihr nicht um den Fakt, dass ebendiese sich gedanklich im Moment befinden.

 

Hunde fühlen deine Präsenz, deine Absichten, im Moment. Für sie ist es widersprüchlich, wenn wir von ihnen verlangen, zur Ruhe zu kommen, gleichzeitig gedanklich aber schon gestresst vom nächsten Termin sind.


Sie verstehen kein „Warum“ – sie verstehen nur, dass wir in uns im Konflikt sind. In meiner Welt ist das dem Tier und uns selbst gegenüber unfair. Der Versuch, etwas zu kommunizieren, dabei das Gegenteil zu vermitteln und auf Besserung zu hoffen. Total unlogisch, nicht? Außerdem: Je mehr wir uns in solch widersprüchliche Situationen begeben, desto öfter werden wir im Gespräch „nachgeben“. Damit befinden wir uns in der Teilzeit-Führung, sind inkonsequent.

 

Ich kann euch also beruhigen: Ihr müsst nicht für immer die Konsequenz in Person sein. Seid euch nur bewusst, wann ihr das sein könnt. Gebt euch Zeit, bis euer Beziehungsfundament solide gegossen wurde.

 

Heute gibt´s als Hausaufgabe nur eine Frage, die ihr für euch selbst beantworten dürft:

 

Welche Stimmungslage löst in mir Inkonsequenz aus?

 

Alle weiterführenden Fragen kommen ganz von selbst. Viel Spaß damit! :)



Grüße vom Fairness-Stützpunkt,

Euer Hundecoach-Rudel

Lisa,

Sandy,

& Bella

 
 
 

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